Update: Führungskräfte brauchen Kommunikation

Für die Personalkommunikation haben wir in verschiedenen Buchtiteln die Bedeutung der Führungskräfte dargestellt. Damit wird dieser Mitarbeitergruppe eine weitere, wichtige Aufgabe übertragen. Auf der anderen Seite sind Führungskräfte aber auch eine wichtige Zielgruppe in der internen Kommunikation. Die psycho-sozialen Aspekte werden in der Führungskräftekommunikation allerdings oft sträflich vernachlässigt. Das betrifft unter anderem Fragen nach der persönlichen Motivation, aber auch nach Distinktion und Zugehörigkeit.

Führungskräfte werden häufig in rein funktionalen Zusammenhängen gesehen. Noch stärker als bei „normalen“ Mitarbeitern gehen Unternehmen in der Regel davon aus, dass Führungskräfte qua Rolle motiviert sind. Der privilegierte Zugang zu Informationen und höheren Führungsebenen wird mit ihren Aufgaben begründet: Die Führungskraft muss ihren Mitarbeitern Rede und Antwort stehen können, sie muss die zentralen Unternehmensbotschaften vertreten können, etc.

In gewisser Weise entwertet diese rein funktionale Begründung die oben genannten Privilegien. Sie sind zur Wahrnehmung der eigenen Aufgabe notwendig und somit selbstverständlich. Sie tragen in der Regel nicht dazu bei, die persönlichen Ziele zu erreichen. Im Gegenteil: Gerade in großen Unternehmen dient die Führungskräftekommunikation auch dazu, generell umzusetzende Verhaltensweisen zu etablieren, zum Beispiel die Durchsetzung von Compliance-Richtlinien.

Oft führen Unternehmen dazu Plattformen im Sinne von „Toolboxen“ ein, die den Führungskräften helfen sollen, ihren Job besser zu machen. Dies ist ohne Zweifel notwendig – aber aus Sicht der Führungskraft auch nicht mehr. Die drei wichtigsten Ziele der Führungskraft – Autonomie, Distinktion, Karriere – werden durch diese Art der Kommunikation unzureichend unterstützt.

Welche zusätzlichen Aspekte sollte eine Führungskräftekommunikation berücksichtigen, um wirkungsvoll im Sinne der langfristigen Motivation und Bindung zu funktionieren? Dazu zählen:

  • Wahrnehmung der Person, nicht der Rolle
  • Eigeninitiative wird unterstützt und gefördert
  • daraus resultiert die Möglichkeit, sich zu zeigen
  • und Kontakte zu knüpfen

In einem späteren Beitrag werde ich diese Aspekte näher ausführen und zeigen, wie Corporate Publishing dazu beitragen kann, auch die persönlichen Ziele von Führungskräften zu berücksichtigen.

    1 Kommentar

    1. […] einem früheren Beitrag habe ich beschrieben, wie persönliche Ziele und Wünsche von Führungskräften für die […]

    Kommentar verfassen

    Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

    WordPress.com-Logo

    Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

    Twitter-Bild

    Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

    Facebook-Foto

    Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

    Google+ Foto

    Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

    Verbinde mit %s