Ansätze und Lösungen für die Interne Kommunikation

Das Thema Interne Kommunikation hat hier  immer wieder  eine wichtige Rolle gespielt. Eine Übersicht:

Führungskräfte: Ob Top-down oder Bottom-up: Wenn Führungskräfte ihr gesamtes Wissen als Herrschaftswissen begreifen und nicht weitergeben, sind sie eine informationelle Lehmschicht, die wichtige Prozesse blockiert. Andererseits dürfen Führungskräfte auch nicht alle Informationen ungefiltert weiter tragen. Gerüchte und übermäßiger Flurfunk sind oft die Folge ungleicher Wissensstände zwischen Mitarbeitern unterschiedlicher Abteilungen. Die optimale Interne Kommunikation nimmt Führungskräfte in ihren verschiedenen Rollen und Bedürfnissen ernst und unterstützt sie in ihrer Arbeit. Die meisten Führungskräfte sind keine ausgebildeten Kommunikateure – daher benötigen sie genau hier oft auch expliziter Hilfe.Spezielle Plattformen und abgestimmte Kommunikationskonzepte unterstützen Führungskräfte und verbessern die Interne Kommunikation nachhaltig.

Siehe auch Motivation von Führungskräften, Die Führungskraft als Informationsträger, Führungskräfte brauchen Kommunikation

Change: Change happens. Manchmal sind Veränderungsprozesse Teil eines strategischen Unternehmensprogramms, manchmal eine schnelle Reaktion auf veränderte Rahmenbedingungen. Nicht immer lassen sie sich langfristig vorbereiten. Aber die Kommunikation entscheidet wesentlich über den Erfolg.

Change-Kommunikation setzt viele Instrumente ein. Events, Aktionselemente oder speziell für diesen Zweck ins Leben gerufene Websites und Communities unterstreichen den Prozesscharakter. Die Integration in periodische Medien wie Mitarbeitermagazine oder Newsletter informieren in der Breite und stellen Kontinuität her.

Corporate Video: Das Mediennutzungsverhalten ändert sich – Videoformate sind auf dem Vormarsch. Tatsächlich kann ein dreiminütiges Video eine unglaubliche Menge an Informationen vermitteln. Komplexe Zusammenhänge werden durch Animationen verständlich und nachvollziehbar. Interviews erzeugen Nähe und schaffen Vertrauen. Und: Videos ermöglichen schnelle, kurzfristige Kommunikation bis hin zum Livestreaming ins Intranet.

Überall, wo die technische Erreichbarkeit sicher gestellt ist, sind Videos hervorragend für die Interne Kommunikation geeignet. Alternative Schnittversionen erweitern den Einsatz auch für die externe Kommunikation.

Siehe auch Motion, please! Drei Thesen zu Corporate Video, Publicis Publishing erweitert Corporate Video-Angebot, Die Audioslideshow: Neue Darstellungsform für journalistische Inhalte

Heterogene Zielgruppen: Gerade in produzierenden Unternehmen gibt es eine Vielzahl interner Zielgruppen. Elektronische Medien sind zwar schnell und aktuell, aber in der Werkhalle nur schwer einsetzbar. Mitarbeiter in unterschiedlichen Organisationseinheiten und Ländern erwarten spezifische Informationen, die ihre Info-Bedürfnisse befriedigen. Die Unternehmenszentrale möchte gleichzeitig strategische Themen kommunizieren. Führungskräfte erwarten eine Vorzugs-Information, möglichst mit Mitspracherecht.

Abgestimmte Kommunikationskonzepte berücksichtigen die Begebenheiten im Unternehmen. Medien werden verzahnt, die Botschaften zentral gesteuert.

Siehe auch Methodischer Ansatz für die Interne Kommunikation

Durchgängige Botschaften: Was sagen wir wem wann, warum und wie? So lautet eine zentrale Frage der Internen Kommunikation. Die Antwort gibt die Kommunikationsplanung. Aber natürlich lassen sich nicht alle Themen langfristig planen. Immer wieder kommen ad hoc-Meldungen, schnell zu kommunizierende Themen, die von der Internen Kommunkation berücksichtigt werden müssen.

Auf Basis durchgängiger Botschaften – eines Messaging-Systems – lassen sich auch kurzfristig zu verbreitende Informationen einordnen. Im besten Fall bekommen sie sogar eine strategische Komponente. Einheitliche Botschaften unterstützen lokale Kommunikationsverantwortliche und Führungskräfte, den richtigen Ton zu treffen. Aus abstrakten Unternehmensstrategien werden lebendige Themen und relevante Beispiele.

Storytelling: Mitarbeiter sind Menschen und keine Abziehbilder. Ihre individuellen Erfahrungen bieten den journalistischen Einstieg in strategische Themen. Ein solcher Storytelling-Ansatz schafft Orientierung, macht aus Betroffenen Beteiligte und fördert Austausch und Kommunikation. Gleichzeitig werden Zusammenhänge vermittelt und kompexes (Projekt-)Wissen wird geteilt.
Der Mensch steht im Mittelpunkt – so oder ähnlich steht es in vielen Unternehmensleitlinien. In der Internen Kommunikation gilt es, die Balance zwischen menschlicher Erfahrung und Organisationsinformation – gewissermaßen zwischen Story und Telling – je nach Situation herzustellen. Bevorstehende Veränderungen müssen klar und einfach, möglichst ohne Interpretationsspielraum, vermittelt werden. Storys liefern Begründung und Kontext.

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