Ready heißt fertig

Dee Dee Bridgewater ist als Jazzsängerin eine feste Größe. Jetzt dreht sich ihr jüngstes Werk „Memphis. Yes, I’m ready“ auf dem Plattenteller — und wir entdecken eine neue Seite an ihr.

Dee Dee Bridgewater

Stimmlich ohnehin über jeden Zweifel erhaben, erforscht die 1950 in Memphis geborene Sängerin die reichen musikalischen Wurzeln ihrer Heimatstadt. Der Zauber der hier mit viel Soul interpretierten Stücke entfaltet sich besonders intensiv, weil Dee Dee jeder Versuchung widersteht, sich in vokalartistischen Mätzchen zu verlieren. So gibt sie jedem Song genau das, was er braucht: „Hound Dog“ beispielsweise intoniert sie zärtlich und mit einer von anderen Einspielungen nicht gekannten Traurigkeit. Bei „Try A Little Tenderness“ hingegen steigert sie die Intensität nach und nach, bis der Refrain wie ein moralischer Imperativ im Raum steht.

Die Doppel-LP umfasst 13 Titel, die Produktion ist hervorragend. Das gilt auch für die sehr gute Pressung und das schöne Cover. Die Hüllen sind gefüttert, ein doppelseitiges Beiblatt hält einige weitere Infos bereit.

Memphis. Yes, I’m ready. Auf Doppel-LP, Spotify und sicher irgendwo auch als CD.

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