Category Archives: Allgemein

Wiesn 2016

Eins steht fest: Es geht auf dem Oktoberfest deutlich entspannter zu als in den vergangenen Jahren. Schlecht für die Wirte, schön für die Besucher. Weniger Gedränge heißt in der Regel mehr Spaß.

Die Sicherheitsmaßnahmen wirken scheinbar abschreckend. Doch die Kontrollen an den Eingängen gehen schnell und die Ordnungskräfte sind verhältnismäßig freundlich.

Ecosystem

Apple – mehr als ein Ecosystem

Meine Zuneigung zur Marke mit dem Apfellogo hat in den vergangenen zwei Jahren stark nachgelassen. Ausgerechnet der Tiefpunkt – die Einführung der völlig verunglückten Foto-App – hat mich wieder zum Fan gemacht.

Apple hatte mich. Komplett. Meine Musik, ob online gekauft, CDs und teilweise sogar meine digitalisierten LPs, ist in iTunes gespeichert. Apple-Mail ist mein privater Mailaccount. Ich nutze die Apple eigene Podacast-App, sehe Filme und Serien via Apple TV. Meine Browser-Passwörter und Lesezeichen werden über iCloud synchronisiert. Und meine Fotos und Videos habe ich mit Aperture verwaltet, der professionellen Ausgabe von iPhoto. Weiterlesen …

Die Lehmschicht

Sie sind der Organisationskiller schlechthin: Unmotivierte, zynische, destruktive Mitarbeiter im mittleren Management behindern ihre Kollegen und den Unternehmenserfolg.

„Ein reines Wasser muss durch einen tiefen Stein.“ Daran muss ich denken, wenn ich an Konzepten für die Interne Kommunikation für große Unternehmen arbeite.

In der Vorstellung wird das Wasser gefiltert und gereinigt, während es durch verschiedene Sedimentschichten sickert. Gleichzeitig werden Mineralien aufgenommen. In der Theorie bleibt als Ergebnis ein besonders gutes Wasser. Weiterlesen …

Ansätze und Lösungen für die Interne Kommunikation

Das Thema Interne Kommunikation hat hier  immer wieder  eine wichtige Rolle gespielt. Eine Übersicht:

Führungskräfte: Ob Top-down oder Bottom-up: Wenn Führungskräfte ihr gesamtes Wissen als Herrschaftswissen begreifen und nicht weitergeben, sind sie eine informationelle Lehmschicht, die wichtige Prozesse blockiert. Andererseits dürfen Führungskräfte auch nicht alle Informationen ungefiltert weiter tragen. Gerüchte und übermäßiger Flurfunk sind oft die Folge ungleicher Wissensstände zwischen Mitarbeitern unterschiedlicher Abteilungen. Die optimale Interne Kommunikation nimmt Führungskräfte in ihren verschiedenen Rollen und Bedürfnissen ernst und unterstützt sie in ihrer Arbeit. Die meisten Führungskräfte sind keine ausgebildeten Kommunikateure – daher benötigen sie genau hier oft auch expliziter Hilfe. Weiterlesen …

Userfragen (2) …

Die Google-Suchanfragen, die auf dieses Blog führen, erstaunen mich manchmal sehr. So zum Beispiel diese:

„wie bringe ich zeitschrift auf den markt“

Nach kurzem Nachdenken ist so eine Frage bei einem Corporate Publishing-Dienstleister gut aufgehoben – zumindest bei uns. Warum? Weil die Antwort lautet:

  1. Konzept erarbeiten (was? für wen? wann? wie? …) – keine Idee? Wir machen das!
  2. Dummy erstellen – keine Zeit, keine Lust oder kein Know-how? Wir machen das!
  3. Marktforschung / Tests / Kalkulation – ganz klar: wir machen das!
  4. Je nach Ergebnis aus (3): Wiederhole Schritte 1 bis 3
  5. Redaktion, Layout und Vertrieb aufbauen – genau: wir machen das!
  6. Los geht’s

Lieber unbekannter Besucher, wie wär’s, schauen Sie nochmal vorbei?

Wir retten die Welt!

Streifzug durch den Blätterwald
Alle wollen die Welt retten. Dazu bedarf es scheinbar in erster Linie einer Veränderung unserer Art des Wirtschaftens. Keine Revolution, kein neues System. Um in CP-Sprache zu bleiben: ein Relaunch muss her. Und so ein Wirtschaftssystemrelaunch braucht dann ein Sprachrohr, also ein neues Magazin. „enorm“ heißt das, klein geschrieben, und verspricht in der Unterzeile die „Wirtschaft für den Menschen“. Die erste Ausgabe beschäftigt sich im Schwerpunkt mit Social Business. Social Business heißt, dass sich die Wirtschaft in den Dienst der Menschen stellt.
Das erinnert mich an eine Einführungsvorlesung in die Betriebswirtschaftslehre von Prof. Dr. Louis Perridon, die ich miterleben durfte. Er begann mit einer Frage. „Wozu ist Wirtschaft da?“ Keine Antwort aus dem Auditorium, das sich, es waren die späten 80er Jahre, eher als Publikum begriff. Leichte Variation der Frage, „warum wirtschaften wir?“ Schweigen, die Golf Cabrio-Fraktion beginnt sich zu fragen, ob das prüfungsrelevant ist. Dann doch die ersten Antworten. „Um Geld zu verdienen.“ Perridon schaut auf seine Finger, Schweigen. „Zur Gewinnmaximierung.“ Perridon schaut an die Decke des Hörsaals, Schweigen. So geht das eine Viertelstunde. Endlich erlöst er die Erstsemester: „Zur Bedürfnisbefriedigung! Um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, darum betreiben wir Wirtschaft.“
Zurück zu „enorm“ und Social Business. Ein großes Thema, aber der Titel verspricht noch mehr. Nämlich die „Krötenwanderung“. Achtung doppeldeutig! „Die Krötenwanderung – Ethische Banken profitieren von der Krise und wachsen damit gegen den Trend“. Hallo? Schon mal auf die jüngste Bilanz der Deutschen Bank geschaut? Die aus der enorm-Perspektive vermutlich nicht ethisch handelt. Aber es ist – wie immer – eine Frage der Perspektive.
Ein bisschen enttäuscht klappe ich enorm zu – da hatte ich mir mehr Substanz versprochen. Die finde ich im Haravard Business manager, Edition Fallstudien zum Thema Ethik. Die Fallstudien behandeln sehr anschaulich konkrete Probleme, denen sich ein Unternehmer ausgesetzt sieht, der „ethisch“ handeln will. Jeweils vier Lösungsszenarien von verschiedenen Experten zeigen, wie sich die Protagonisten verhalten könnten. Gerade diese Pluralität der Lösungen ist es, die der komplexen Frage nach dem „richtigen“ Handeln gerecht wird. Empfehlung: kaufen + lesen!
Und ein weiteres Magazin hilft uns, die Welt zu retten. Aus dieser Ecke hätten wir das nicht erwartet, denn es handelt sich um ramp, also im Grunde doch um ein Automagazin. Nein, natürlich ist das nicht  einfach „ein“ Automagazin, sondern wenn überhaupt „das“ Automagazin. Vielleicht auch die Rettung der Gattung Automagzin. Aber damit gibt sich ramp nicht ab, es geht schließlich um die Weltrettung. Die betreibt es, Achtung, Buzzword dieser Ausgabe, ostentativ. „Hurra, wir retten die Welt!“ heißt es auf dem Cover. Wie das geht? Chefredakteur und Herausgeber Michael Köckritz macht sich mit dem 911er Turbo auf nach Kopenhagen zur Weltklimakonferenz. Hört sich doof an, ist es aber nicht. Sondern gut geschrieben und sogar erhellend. Irgendwie ostentativ. Wer rausfindet, wie oft ostentativ in der Frühjahrsausgabe der ramp steht, kann einen Publicis Publishing-Kugelschreiber gewinnen…
Zur Weltrettung gehört Nachhaltigkeit, Sustainibility, wie wir Weltretter sagen. Und die beginnt bei jedem ganz persönlich. Und mit persönlich meine ich persönlich, nämlich bei der Liebe. „Erste Liebe, schönste Liebe?“ fragt Das Magazin auf dem Titel seiner Maiausgabe. Klingt doch interessant. Und wenn es so wäre und dazu führte, dass wir unserer ersten Liebe treu blieben: Wieviel CO2 ließe sich da sparen? Das aber hat Das Magazin nicht untersucht, sondern veröffentlicht stattdessen „Neueste Protokolle aus dem Beziehungslabor“. Ich lese aber lieber Drostes Beitrag über Spargel.
Mit Nachhaltigkeit und Weltverbesserung hat das Aprilheft der brand eins wenig zu tun. Es geht stattdessen um Lebensplanung. Ein Thema, dass ja oft in geradezu diametralen Widerspruch zur Weltverbesserung steht. Immerhin, der Titel ist supersuperdoppeldreifachdeutig. „Wie weiter?“ heißt es da. Also weiter und dann noch ein Fragezeichen. Toll. Aber ostentativ nicht weltverbessernd.
Ebenfalls wenig nachhaltig dürfte der Auftritt von Trip in Deutschland ausfallen. „Das Kultmagazin aus Brasilien“ bringt in seiner Erstausgabe einfach zu wenig neues, ungesehenes. Ein bisschen wie FHM und Maxim vor fünf Jahren. Liebe Männer, kauft es trotzdem, damit die Jungs um Thomas Garms noch eine zweite Chance haben. Lieber Herr Garms, bitte weiter und besser machen.
Wie schaffe ich nun den Übergang von Trip zu Cicero, also dem Magazin für politische Kultur? Die Maiausgabe, die heute ganz frsich auf meinem Schreibtisch gelandet ist, verspricht zum Glück keine Weltrettung, wohl aber Joschka Fischers Sorge um Kohls Erbe. Außerdem geht es um „Kriege im Frieden“, den Mythos Grace Kelly und Görings Ausreden. Bei letzterem Artikel bin ich schon beim ersten Durchblättern hängen geblieben, denn er stammt aus der Feder von Eric M. Warburg, der noch im Mai ’45 Hermann Göring verhört hat. Mit anderen Worten: Hier schreibt ein Zeitzeuge. Toll, dass Cicero solche Texte nach Deutschland bringt. Ich freue mich aufs Wochenende und eine spannende Cicer-Lektüre …

IMG00225-20100430-1626Am Mittwoch habe ich einen kleinen Streifzug durch den Pressehandel am Frankfurter Hauptbahnhof unternommen. Eine neue Mode scheint unter vielen Magazinmachern ausgebrochen zu sein:  Sie wollen die Welt retten. Weiterlesen …

Userfragen …

E-Journals, iPad, Mikis, Audioslideshows – alles tolle Themen. Aber was bewegt die Menschen wirklich? Zum Beispiel dies:

„Von wann bis wann gehen Geschäftsberichte?“

So lautete eine Suchanfrage, die einen User auf dieses Blog geführt hat (kein Scherz). Leider hat er  (oder sie) hier bisher darauf keine Antwort gefunden. Das will ich nun nachholen:

Der Geschäftsbericht umfasst immer ein Geschäftsjahr, also in den allermeisten Fällen 12 Monate (Ausnahmen  können zum Beispiel bei neugegründeten Unternehmen entstehen, da kann es kürzer sein. Länger als 12 Monate darf ein Geschäftsjahr aber nicht sein). Das Geschäftsjahr kann vom Kalenderjahr abweichen, also statt vom 1. Januar bis zum 31. Dezember ist auch ein anderer Zeitraum, zum Beispiel vom 1 April bis 31. März, möglich. Wann das Geschäftsjahr eines Unternehmens beginnt ist in der Satzung der jeweiligen Firma festgelegt.

Wir freuen uns immer, wenn wir helfen können 😉